Marianne Seiz

„Jeder kreativ tätige Mensch hat einen Traum. Meiner war es schon immer, schönes Geschirr für gute Restaurants herzustellen – und ich habe ihn mir erfüllt!“
– Marianne Seiz

Marianne Seiz wurde 1973 in Wien geboren und wuchs im damals noch verschlafenen
Außenbezirk Ottakring nahe der gleichnamigen Brauerei auf. Ihre Eltern waren Filmmaler – ein heute ausgestorbener Beruf.

In einem Hinterhof zwischen der Wohnung und dem Atelier ihrer Eltern spielten sie und ihr Bruder am liebsten in einer Art natürlicher Sandkiste. Die Konsistenz und der Geruch der feuchten, lehmigen Erde waren eine prägende sinnliche Erfahrung, die nicht nur ihre kindliche Spielfreude weckte, sondern auch den Grundstein für ihre spätere Begeisterung für das Töpferhandwerk legte.

Währenddessen zogen wunderbare Düfte nach Speisen durch den Hof, die ihre Mutter unermüdlich und mit großer Leidenschaft in ihrer winzigen Küche zubereitete, oft für viele Gäste und Feste.

Wie viele kreative Menschen hatte Marianne Seiz keine große Freude am herkömmlichen Schulbetrieb und wechselte daher an die Berufsschule für Keramik, die sie 1992 mit Auszeichnung abschloss. Kurz darauf fand Marianne Seiz über eine Schulkollegin ihrer Mutter ein weiteres Hinterhofobjekt mit wechselvoller Geschichte: erst Schießstand, dann Oblatenfabrik für Hostien, schließlich Waschmaschinenlager, bevor es zu dem Atelier wurde, in dem sie begann, selbstständig zu arbeiten und es bis heute tut.
1996 kam ihre Tochter zur Welt. Zwei Jahre später boten ihr ihre Eltern an, sich auf der Wiese hinter ihrem Arkadenhof im Südburgenland, in dem heute die Sommerateliers stattfinden, kreativ auszutoben.
Vieles hat sie sich in den folgenden Jahren autodidaktisch angeeignet: Sie grub Löcher in den lehmigen Boden, baute Öfen und Schornsteine, setzte Luftzufuhren, fand heraus, wie man bestimmte Temperaturen erreicht, entdeckte den Raku und Rauchbrand. Sie besuchte einen Zen-Einführungskurs und begann, Teeschalen zu fertigen und Kleinserien zu entwickeln. Seither versuche Marianne Seiz stets, das Archaische und Sinnliche des Niedrigbrands mit modernem Design und den Ansprüchen der Gastronomie zu verbinden.
Kochen, Essen und Trinken hat für sie schon immer einen sehr hohen Stellenwert gehabt. Es nährt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele, wenn man sich mit Freunden und Familie um eine Tafel versammelt, um zu feiern. Deshalb liebe sie es, Teller zu gestalten, die die Mahlzeit zum Fest machen.

SEIZ – WORKSHOPS
Marianne Seitz gibt ihr Wissen und ihre Begeisterung gerne an andere weiter!
In ihren beiden Wiener Kursateliers bietet sie regelmäßig Töpferkurse an. Ob Erwachsene oder Kinder, Anfänger, Fortgeschrittene oder Profis – mit ihrem Kursangebot möchten sie für jeden die passende Situation schaffen, sich individuell zu entfalten.
Als besonderes Highlight gibt es alljährlich das Sommeratelier im sonnigen Südburgenland, wo Workshops mit dem Schwerpunkt Niedrigbrand (Raku) stattfinden.

HandGefertigtes spricht die Sinne an
Keramik ist ein archaisches Handwerk, das einzige, das aus dem Zusammenspiel der vier Element besteht. Wenn man dieses beherrscht, ist man in der Lage, etwas zu erschaffen, das uns alle überdauert. Marianne Seiz nimmt sich für jedes einzelne Gefäß die Zeit, die es verlangt. Jeder Arbeitsschritt wird mit Demut, Achtsamkeit und Geduld ausgeführt. Nach dem letzten Brand ist die Erde in etwas Bleibendes, Beständiges verwandelt.
Der Betrieb von Marianne Seiz ist einer der letzten Betriebe in Wien, die noch fachkundig und ehrlich nach alter Handwerkskunst Gebrauchskeramik herstellen.
Die Gestaltung ist schlicht, zeitlos, elegant und lässt der Speise genug Raum, das Auge zu erfreuen.

Modernes Design muss nicht steril sein
Seiz-Keramik ist etwas Besonderes. Sie verbindet Tradition mit zeitgemäßer Tischkultur, höchste Qualität mit edlem Design und macht jede Mahlzeit zu einem Genuss auf allen Ebenen. Gleichzeitig ist sie absolut alltagstauglich, spülmaschinenfest und hält auch den Strapazen der Gastronomie stand.
Sie ist außerdem wahnsinnig süß, scharf, sinnlich und sexy – wie ein Festmahl, das mit sehr viel Liebe zubereitet wurde!

Handwerk auf professionellem Niveau
Für Laien ist es nicht immer leicht, handwerkliche Qualität zu erkennen und sie von weniger Hochwertigem zu unterscheiden. Obgleich sie es begrüßt, dass das Interesse am beinahe in Vergessenheit geratenen Töpferhandwerk wieder stark zugenommen hat, möchte sie sich mit ihrem Betrieb dennoch sehr klar von der „Hobbykeramik“ abgrenzen, die in den letzten Jahren den Markt überschwemmt und leider meist nicht die Qualität und Ästhetik bietet, für die ihr Handwerksbetrieb und die bei ihr gefertigten Produkte stehen.
Marianne Seiz hat sich in den letzten Jahren auf Gebrauchskeramik für die gehobene Gastronomie spezialisiert. Emil und Emilia sind zwei Serien, die in den letzten 7 Jahren entstanden sind und sich laufend erweitern.
Emilie liebt Emil und Emil liebt Emilia. Die beiden Produktserien lassen sich wunderbar zu einer ausgewogenen Mischung kombinieren. Alle Produkte sind mit unterschiedlichen Farben und Prägungen erhältlich.
Marianne Seiz liebt es zu kochen und sie findet es wunderbar so große Köche wie Paul Ivic oder Markus Mraz mit ihren handgemachten Tellern zu unterstützen.
Ihre Geschirrserien finden Verwendung u.a. in Wien im Restaurant Tian, Mraz und Sohn, Motto am Fluß, sowie dem KichtA, beim Stockerwirt in Sulz im Wienerwald, bei den Gebrüdern Winkler in Kitzbühel, sowie im Kraftwerk in Zell am See in Verwendung.

ATELIER MARIANNE SEIZ
Linzerstraße 36
1140 Wien
Tel.: 0699 178 95 143
Email: seiz-keramik@indode.at
WEB: www.seiz-keramik.at

SEIZ KERAMIK IM SALON ZUCKERKANDL
Beckmanngasse.31 /Ecke Fenzlgasse, 1140 Wien

SEIZ KERAMIK IM SOMMERATELIER
Herrengasse 14 7551 Bocksdorf

 

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