Abschluss mit überwältigenden Ergebnissen

Von 10. September bis 13. Oktober 2018 fand in Gmunden das 8. Keramiksymposium statt. Zehn Teilnehmer aus sechs Nationen arbeiteten fünf Wochen in der Kunst.Werkstatt der Gmundner Keramik Manufaktur, sowie erstmals auch im Atelier der Firma Laufen. Die malerische Traunseestadt, die auf eine über 300jährige Keramiktradition zurückschaut, baut damit weiterhin ihren Ruf als eine Keramikhauptstadt in Europa aus.

Man ist den ursprünglichen Zielen des Vereines zur Förderung europäischer Keramikkünstler wieder nähergekommen: nämlich Austausch zwischen europäischen Keramikkünstlern, besondere Förderung des Nachwuchses und Eintreten für das Renommee der Keramik als relevantes Medium aktueller Kunst. Die Gmundner Keramik Manufaktur und die Firma Laufen stellten dankenswerterweise die Räumlichkeiten, sowie die Herstellungs- und Brennmöglichkeiten zur Verfügung.    

Jury gewährleistet hohe Qualität 

Wieder stand der Veranstaltung ein fünfköpfiges Jurorenteam europäischer ExpertInnen aus Museen, Universitäten und aus der Fachpresse zur Seite. Die zehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer Enrica Casentini/Italien, Beate Gatschelhofer/Österreich, Jonathan Keep/England, Helene Kirchmair und Yara Lettenbichler/beide Österreich, Hélène Loussier/Frankreich, Annette Lucks und Aino Nebel/beide Deutschland, Tomas Niedziolka/Polen und Brigitte Penicaud/Frankreich wurden unter unzähligen Bewerbungen ausgewählt oder direkt von diesem Beratergremium benannt. Damit war von Anfang an eine hohe Qualität der Arbeiten gewährleistet.

Wanderausstellung durch Europa 

Am Ende des Symposiums trafen die KünstlerInnen gemeinsam mit dem Beratergremium eine Auswahl aus den entstandenen Arbeiten. Die in der Galerie des K-Hof Kammerhof Museen Gmunden unter zahlreichen Gästen stattgefundene Abschlussgala war gleichzeitig die Eröffnung einer Wanderausstellung, die anschließend durch Europa tourt. Viele der Stücke bergen direkte Bezüge zur Landschaft und zur weiteren Umgebung von Gmunden.  Alle Teilnehmer lassen wie bisher jeweils ein Stück für die Sammlung des Vereines in Gmunden zurück. Eine Novität 2018 war die Produktion von Skulpturen des englischen Keramikkünstlers Jonathan Keep mittels 3 D-Druck, die er dank einer
Virtual-Reality Brille konstruierte und mittels 3D Drucker mit einem Endlosband aus Keramikmasse innerhalb weniger Stunden konstruierte. 

Hauchdünne Kunstwerke dank
Saphirkeramik

Die Firma Laufen stellte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihre innovative Saphirkeramik zur Verfügung, ein Material, das mehr als doppelt so bruchfest ist wie herkömmliche Sanitärkeramik. Beide Traditionsunternehmen boten den Keramikern optimale Bedingungen. Zahlreiche Kunstinteressierte nutzten die Gelegenheit, den SymposiumsteilnehmerInnen bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Dass das Symposium ungebrochen viele potente Sponsoren und Förderer hat zeigt, dass man regional und europaweit von dessen Relevanz überzeugt ist. Daher hat man sich auch entschlossen den Gmundner Symposien und deren Gründer Prof. Kurt Ohnsorg eine Sonderschau zu widmen, die eine Retrospektive der letzten 55 Jahre zeigt und ist bis April 2019 in der Galerie im K-Hof/Gmunden zu sehen ist Der reich bebilderte Katalog zu Symposium 2018 und Ausstellung ist um 12,90 EUR bei eva.fuertbauer@gmunden.ooe.gv.at zu bestellen und anschließend auch an den weiteren Ausstellungsorten erhältlich.

Kunst + Handwerk: 8. Keramiksymposium Gmunden