Wohlige Strahlungswärme im ganzen Haus

Vom sinnlichen Urfeuer, über wohlige Strahlungswärme, bis hin zur effizienten Ganzhausheizung: Eine Heizung braucht jedes Haus. Ob sie nur Wärme liefert oder auch zum Hingucker wird, entscheidet der Bauherr.

Auch die Anforderung an umweltbewusstes Heizen, gesunde Strahlungswärme, ideales Raumklima und natürlich auch die Wirtschaftlichkeit sollten genau durchleuchtet werden. Schließlich baut man ja über Jahrzehnte und nicht nur für einen oder zwei Winter.

Die Kosten sind in fast allen Heizsystemen ähnlich. Entweder man hat höhere Anschaffungskosten und dafür geringe variable Kosten und eine lange Lebenszeit, oder es ist umgekehrt. In Summe halten sich unter Berücksichtigung aller Faktoren, also auch der Wartungskosten, Prüfpflichten und der Abschreibung, sämtliche auf dem Markt befindliche Heizungen kostentechnisch die Waage.

Wohlfühlaspekt Kachelofen

Was allerdings den Unterschied ausmacht ist der Wohlfühlaspekt. Unbestritten und wissenschaftlich belegt hinken hier alle Heizungen dem Kachelofen hinterher. Dieser hat sich in den letzten Jahren zu einer Heizung entwickelt, die keine Wünsche offenlässt – egal ob es um die Gestaltung oder das Leistungsspektrum der Anlagen geht. Sogar die Wärmeverteilung lässt sich individuell abstimmen. Leopold Bicker, Inhaber der auf Kachelofentechnologie spezialisierten Firma Hafnertec, kennt noch mehr Vorteile einer Kachelofenheizung: „Wer mit einem Kachelofen heizt, schont die Umwelt, ist unabhängig und stärkt die heimische Wirtschaft.“

Drei Typen

Über die Jahre haben sich drei unterschiedliche Typen einer Kachelofenzentralheizung durchgesetzt: die Kachelofenzentralheizung auf Stückholzbasis; in Kombination mit Pellets und in Kombination mit einer Wärmepumpe. Wer seine Anforderungen kennt und diese klar definieren kann, wählt mit Sicherheit das richtige Heizsystem. Es gilt im Vorfeld besonders die Lebensgewohnheiten der Bewohner zu durchleuchten. Ein berufstätiges Ehepaar, das morgens aus dem Haus geht und abends heimkommt, hat andere Erwartungen an ein Heizsystem, als eine Familie mit kleinen Kindern, die sich den ganzen Tag zu Hause aufhalten.

Früh genug planen!

Leopold Bicker empfiehlt den Kachelofenbau von Anfang an mitzudenken: „Damit er später realisiert werden kann, muss der Traumofen bereits bei der Hausplanung berücksichtigt werden.“ Er rät die folgenden Fragen so früh wie möglich zu klären:

  • Wo wird die Ofenanlage im Haus situiert sein?
  • Wie steht es um die Tragfähigkeit der Decke?
  • Wo wird sich der Außenluftanschluss befinden?
  • Wo sind eventuell erforderliche Installationsschächte vorzusehen?

Kachelofenzentralheizung auf Stückholzbasis

Der Kachelofen produziert die Wärme wie man es gewohnt ist. Mittels eines Luft-Wasser-Wärme-Tauschers wird ein Teil der produzierten Wärme (bis zu 90 %) in Warmwasser umgewandelt und steht so für Brauchwasser oder Heizungswasser zur Verfügung. Der Ofen muss je nach Hausgröße und Dämmung 1 – 2 x pro Tag mit Stückholz versorgt werden. Im Sommer liefert eine thermische Solaranlage oder ein Elektroheizstab warmes Wasser. Abgelegene Räume werden typischerweise mittels Fußboden- und/oder Wandheizung mit Wärme versorgt.

Kachelofenzentralheizung auf Stückholz + Wärmepumpe

Die reine Kachelofenzentralheizung auf Stückholzbasis ist für gänzlich berufstätige Personen nur bedingt geeignet. Man muss sich bewusst sein, dass der Ofen regelmäßig befeuert werden muss, also: man muss Holz nachlegen, sonst bleibt das Haus kalt. Aus diesem Grund gibt es die Kombination mit einer Wärmepumpe oder mit Pellets. Bei der Kombination mit einer Wärmepumpe wird das warme Brauchwasser und Heizungswasser von dieser produziert, sobald der Ofen nicht befeuert wird – allerdings auch nur dann. Vor allem in sehr kalten Wintern kann eine reine Wärmepumpe nur sehr ineffizient Wärme produzieren. Daher ist die Kombination mit einem Kachelofen ideal. Somit wird der Stromverbrauch drastisch reduziert. Es handelt sich auch um eine Illusion, dass eine Photovoltaikanlage im Winter viel Strom liefert. Dieser kommt in der kalten Jahreszeit meist aus kalorischen oder atomaren Kraftwerken. Insofern ist aus ökologischer Sicht regionales Holz immer die bessere Alternative.

Kachelofenzentralheizung auf Stückholz + Pellets

Wer hauptsächlich mit Biomasse heizen will und trotzdem die Automatisation sucht, der ist mit dem dualen Feuerraum am besten beraten. In diesem Fall werden im Kachelofen automatisiert Pellets verbrannt und sorgen so für angenehme Strahlungswärme und warmes Wasser. Nach Lust und Laune oder bei Stromausfall kann allerdings jederzeit Stückholz aufgelegt werden. Die Lagerung der Pellets kann entweder durch einen Kleintank in der Nähe der Feuerstelle oder in einem abgelegenen Pelletslagerraum erfolgen.

Egal für welche Variante man sich letzten Endes entscheidet, in jedem Fall ist der Kachelofen das Herzstück. Die Lebensdauer eines Kachelofens, der mit viel Liebe immer individuell von Hafner gefertigt wird, geht über viele, viele Jahre. Neben der heimischen Energiequelle Holz und der Wertschöpfung in der Region sorgt die lange Lebensdauer natürlich auch für eine besonders gute Ökobilanz.

Gerade durch die moderne Bauweise und die gut gedämmten Häuser hat der Kachelofen in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Durch die massive Bauweise, mit ca. zwei bis drei Tonnen Eigengewicht, stellt er eine enorme Speicherleistung zur Verfügung, der modernste Stromspeicheranlagen um Meilen hinterherhinken. Durch diese hohe Speicherleistung nimmt er die in Holz gespeicherte Energie auf und gibt diese langsam über einen langen Zeitraum ab. So kann es auch zu keiner Überhitzung in den Räumen, wie es bei Heizkaminen oder kleinen Zimmeröfen passieren kann, kommen.

Der Stand der Technik ermöglicht bei allen Kachelofen-Systemen heutzutage viel Komfort. Visualisierung und Fernwartung via Internet oder Smartphone sind mittlerweile „State of the Art“. Der schönste Moment ist allerdings, den Kachelofen das erste Mal zu befeuern und sich einfach in den Flammen des Feuers zu verlieren – und das wieder und wieder – ein Leben lang.

www.hafnertec.com
Fotos: Hafnertec

Hafnertec: Der Kachelofen heizt das ganze Haus …